ZAV Künstlervermittlung

Corona-Hilfen für Musikerinnen und Musiker

Hier finden Sie aktuelle Informationen und Links zu Corona-Hilfen für Musikerinnen und Musiker.

Hope-Hoffnung-Alleswirdgut

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Corona-Schutzschild Bundesfinanzministerium: Alle Infos finden Sie hier.

Soforthilfen der Länder finden Sie unter diesem Link.

GEMA:
Corona-Nothilfe-Programm für GEMA-Mitglieder: Die GEMA hat ein bis zu 40 Mio. Euro starkes zweistufiges Nothilfe-Programm für ihre Mitglieder beschlossen: Der "Schutzschirm LIVE" richtet sich vorrangig an Komponist*innen und Textdichter*innen, die zugleich als Performer auftreten und aufgrund flächendeckender Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Anträge können ab dem 30.3.2020 gestellt werden. Der "Corona-Hilfsfonds" stellt finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle bereit und soll Komponist*innen, Textdichter*innen und Musikverleger*innen unterstützen, die von der Corona-Pandemie außergewöhnlich stark betroffen sind und deren individueller, durch die Pandemie ausgelöster Härtefall nicht bereits über den "Schutzschirm LIVE" oder sonstige Unterstützungsleistungen ausgeglichen werden kann. Infos und Antragsformular finden Sie hier.

GVL:
Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten zahlt als Notmaßnahme für ihre freiberuflichen berechtigten ausübenden Künstler 250,- Euro für die Ausfälle von Konzerten und Produktionen. Infos dazu finden Sie unter diesem Link. Zum Antragsformular geht es hier. Außerdem unterstützt die GVL Tonträgerhersteller mit Vorauszahlungen. Hier finden Sie dazu alle Infos.

KSK:
Infos zu Zahlungserleichterungen / Zahlungsaufschub / zinsloser Stundung bis 30.6.20 und zur Herabsetzung des geschätzten Jahreseinkommens bei der Künstlersozialkasse finden Sie unter diesem Link. Senden Sie Ihren Antrag auf Stundung der Beiträge oder Ratenzahlung an auskunft@kuenstlersozialkasse.de. Den Antrag zur Herabsetzung des geschätzten Jahreseinkommens finden Sie hier.

Aussetzung und Herabsetzung von Steuerzahlungen:
Auf Antrag beim zuständigen Finanzamt können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Auch auf Vollstreckungsmaßnahmen kann auf Antrag vorübergehend verzichtet werden.

Verdienstausfall-Entschädigung für Selbstständige und Freiberufler bei angeordneter Quarantäne:
Wer als Selbstständiger oder Freiberufler aufgrund von Corona in eine durch das Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne muss, hat Anspruch auf eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz. Die Entschädigung bemisst sich nach den letzten Jahres­ein­nahmen, die dem Finanzamt gemeldet wurden. Dauert die Quarantäne länger als sechs Wochen, hat man ab der siebten Woche Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe des errechneten Krankengeldes. Zur Beantragung notwendige Unterlagen: Kopien des letzten Einkommensteuerbescheids, der Beitragsnachweise zur privaten Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung und des Anordnungsbescheids und ggf. der Aufhebung des Tätigkeitsverbots bzw. der Quarantäne. Der Antrag auf Verdienstausfallentschädigung nach §§ 56 ff. Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist innerhalb einer Frist von 3 Monaten nach Beendigung der Quarantäne zu richten an die zuständige Landesbehörden.

Grundsicherung (umgangssprachlich: Hartz IV)/ ALG II:
Der Gesetzgeber hat aufgrund der aktuellen Lage ein Sozialschutzpaket beschlossen. Es erleichtert den Zugang zu Leistungen der sozialen Grundsicherung:
- Aussetzen der Vermögensprüfung: Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, darf Erspartes in den ersten sechs Monaten behalten. Erst danach greifen wieder die bislang geltenden Regelungen für den Einsatz von Vermögen.
- Übernahme der Kosten der Unterkunft: Wenn ein Anspruch auf Grundsicherung vorliegt, übernimmt das Jobcenter auch die Kosten der Unterkunft inklusive Heizung und Nebenkosten. Diese Kosten werden bei Neuanträgen, die vom 1. März bis zum 30. Juni 2020 beginnen, für die Dauer von sechs Monaten in der tatsächlichen Höhe anerkannt.
- Kein Weiterbewilligungsantrag notwendig: Grundsicherungsleistungen werden in der Regel für zwölf Monate bewilligt. Für Kunden, die aktuell schon Leistungen beziehen, gilt folgendes: Für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 31. März 2020 bis einschließlich 30. August 2020 enden, werden die Leistungen automatisch weiter bewilligt. Kunden brauchen in diesen Fällen keinen Weiterbewilligungsantrag stellen.
Aktuelle Infos, einen Überblick über die Neuregelungen und abrufbare Anträge gibt es unter https://www.arbeitsagentur.de/corona-grundsicherung. Hier geht es zur FAQ-Liste. Sonderhotline für Selbständige, Freiberufler und alle Betroffenen: Tel. 0800 – 4 5555 23.
NEUERUNG durch das Corona-Konjunkturpaket: Der vereinfachte Zugang in die Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II / Hartz IV) wird über die bisherige Geltungsdauer hinaus bis Ende 2020 verlängert.

Kindergeldzuschlag:
Kinderzuschlag (KiZ) als Alternative zur Grundsicherung erhält, wessen Einkommen zwar für ihn selbst, nicht aber für seine Familie reicht. Bei Neuanträgen ist nun nur noch das Einkommen des letzten Monats (anstelle des letzten halben Jahres) entscheidend. Bei Einkommensverlusten etwa von selbstständigen Eltern entsteht so schneller ein Anspruch. Infos und Online-Antrag finden Sie hier.

Wohngeld:
Wer noch über geringes Einkommen verfügt und kein Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe bezieht, hat möglicherweise einen Wohngeld-Anspruch. Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zur Miete für Mieter/-innen oder bzw. ein Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümer/-innen von Wohnraum. Ob und in welcher Höhe ein Wohngeldanspruch besteht, hängt von drei Faktoren ab: Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, Höhe des wohngeldrechtlichen Gesamteinkommens und Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. der Belastung (bei Eigentümerinnen und Eigentümern). Zuständig sind die Wohngeldbehörden der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung. Weitere Infos finden Sie hier.

TIPP:
Dokumentieren Sie alle Ihre Verdienstausfälle. Führen Sie eine Liste der Verdienstausfälle, damit Sie diese nachweisen können. Wichtig ist auch die Dokumentation aller Verträge, Stornos und Ausgaben etc., die schon im Vorfeld getätigt wurden.