ZAV Künstlervermittlung

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Auf einen Kaffee mit Julia Beerhold

Julia Beerhold ist Schauspielerin und leitet das Handyfilm-Festival mo.BILE der Stadt Monheim am Rhein. In ihrem Kanal Netzwerk Schauspiel teilt sie mit ihrem Kollegen Johannes Franke ihr Wissen rund um die Themen Casting und e-Casting.

Julia Beerhold ZAV-Künstlervermittlung Schauspielerin Julia Beerhold Foto (c) Herr und Frau Martin

Hallo Frau Beerhold, Sie sind Schauspielerin und stehen regelmäßig selber vor der Kamera, wie zuletzt im spanisch-argentinischen Kinofilm El último traje, viele Jahre in der WDR-Serie Die Anrheiner, in der Lindenstraße oder auch im Tatort. Seit letztem Jahr leiten Sie das Handyfilm-Festival mo.BILE der Stadt Monheim am Rhein. Ist das interessant für Ihre Kolleginnen und Kollegen?

Ja, unbedingt! Sie können dort nicht nur hochwertige Kontakte in die Branche knüpfen, sondern auch eigene Film-Ideen umsetzen – und dazu auch noch bis zu 500 Euro gewinnen!

Klingt toll. Was müssen sie dafür tun?

Bis zum 1.10.2019 einen mit dem Handy gedrehten Film zum Thema Nicht witzig hochladen! Das Motto in diesem Jahr lautet zwar Nicht witzig!, aber der Film darf natürlich sehr witzig gemacht sein. Das Genre ist völlig frei, auch dokumentarische Formate, Reportagen, Interviews etc. sind erlaubt. Wichtig ist nur, dass es mit der Handykamera aufgenommen wurde und nicht länger als drei Minuten ist.

Alle Infos dazu findet man auf unserer Interntseite und auf Facebook. Unser Partner Schauspielervideos, über den wir auch den Upload machen, hat mo.BILE auch als offenes Casting eingestellt.

Warum legen Sie so großen Wert darauf, dass es mit dem Handy gedreht wird?

Wir möchten mit diesem Festival verschiedene Welten verbinden: Medienprofis und Laien, Stadt und Land, jung und alt, Geflüchtete und von hier Stammende, usw. Im Vorfeld richten wir uns deshalb auch explizit an Gruppen, die normalerweise bei solchen Veranstaltungen weniger vertreten sind, und ermutigen sie durch Workshops zur Teilnahme. Damit niemand aufgrund finanzieller Engpässe ausgeschlossen ist, haben wir uns für dieses Medium entschieden. Weil wir uns also ganz bewusst nicht nur an die Branche richten, vergeben wir die Preise in drei Kategorien: Junges Gemüse ist die Kategorie für alle bis 16 Jahre. Für Leute über 16 ohne Medienerfahrung ist die Kategorie Querfeldein geschaffen worden und für alle über 16, die entweder eine Ausbildung in den Medien oder ein entsprechendes Studium absolvieren, gibt es die Kategorie Alte Hasen. In jeder Kategorie gibt es für den ersten Platz 500 Euro und für den zweiten 250 Euro zu gewinnen! Zusätzlich wird am Abend der Gala ein Publikumspreis verliehen, der mit 250 Euro und einem maßgeschneiderten Praktikum dotiert ist.

Sie haben ja auch wieder eine hochkarätige Jury...

Richtig. Wir haben wieder fantastische Juror*innen gewinnen können, die jeden Beitrag sichten und die Preise vergeben. Dieses Jahr dabei sind Richard Huber (Regisseur), Juliane Thevissen (Produzentin), Jennifer Günther (Kamerafrau), Marius Jung (Comedian und Autor) und meine bezaubernde Kollegin Daniela Wutte (Schauspielerin). Die Jury wird auch bei der Preisverleihung am 10. November in Monheim am Rhein anwesend sein. Wir machen wieder eine witzige und unterhaltsame Gala wie im letzten Jahr, mit Live-Band und jeder Menge Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Also, liebe Kolleginnen und Kollegen, ran an der Speck, Handy geschnappt und mitgemacht!

In Ihrem anderen Projekt Netzwerk Schauspiel geben Sie Tipps zum Thema Casting und e-Casting. Wie ist es dazu gekommen?

Mein Kollege Johannes Franke und ich wurden immer wieder nach bestimmten Tipps gefragt. Johannes hatte vielen Leuten beim e-Casting geholfen, weil er auch technisch versiert ist. Ich war zehn Jahre im BFFS aktiv, davon 8 Jahre im Vorstand. Da ich unter anderem für das Ressort „Casting“ zuständig war, erreichten mich immer wieder die gleichen Fragen. Ich habe dann verschiedene Formate für den BFFS ins Leben gerufen, wie zum Beispiel das Internationale Casting Panel während der Berlinale 2013 oder die Reihe BFFS ungeschminkt in NRW, Bayern und Berlin. Und wir haben immer wieder Casting Direktor*innen zu unseren Stammtischen eingeladen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass man immer wieder von vorne beginnt. Jedes Jahr kommen neue Leute aus den Hochschulen und haben die gleichen Fragen. Johannes und ich haben dann eine Umfrage unter unseren Kolleg*innen gemacht, was für sie die wichtigsten Fragen sind. Mit diesen sind wir dann an die Casting Direktor*innen herangetreten. Mitgemacht haben bisher Susanne Ritter, Marc Schötteldreier, Stephanie Maile, Sabine Weimann, Johanna Hellwig und Phillis Dayanir und Clemens Erbach. Die Interviews sind so klasse geworden, dass wir seit zwei Jahren immer noch weiter schneiden. Wenn wir gewusst hätten, wie unfassbar viel Arbeit das ist, hätten wir die Finger davon gelassen! Aber wir wollten, dass alle Zugang zu den Infos haben und auch mal „nachschlagen“ können. Ich selber habe letztens bei einem e-Casting in eines unserer Tutorials geschaut, da musste ich schon über mich selber lachen. Ich war irgendwie verwirrt und wusste einfach nicht mehr, worauf es ankommt.

Worauf kommt es denn an?

Das beantworten die Casting Direktor*innen viel besser als ich! Schauen Sie doch am besten gleich mal rein! :-)

Sojus_Sieben

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