Klage gegen ZAV-Künstlervermittlung abgewiesen

vom: 12.01.2015

Das Sozialgericht Berlin hat in einer Klage zugunsten der ZAV entschieden. Es ging um die Frage, ob es der ZAV gesetzlich erlaubt ist, eine Schauspielerkartei zu führen, die sich aus den für eine Vermittlung am besten geeigneten Schauspielern zusammensetzt. Eine Schauspielerin hatte gegen die ZAV geklagt, nachdem sie aufgrund eines Vorsprechens nicht in die Schauspielerkartei aufgenommen worden war. Die Klägerin warf der ZAV-Künstlervermittlung des Weiteren vor, ihre Kriterien für die Aufnahme in die Kartei seien willkürlich und es würden Absolventen privater und staatlicher Schauspielschulen unterschiedlich behandelt.

Das Sozialgericht Berlin hat alle Einwände der Klägerin abgewiesen und die Auswahlpraxis und die Arbeitsweise der ZAV-Künstlervermittlung als rechtens bestätigt.

Die ZAV darf zur Erfüllung ihres gesetzlichen Vermittlungsauftrages die Aufnahme von Schauspielern in ihre Künstler-Kartei von einer Eignungsprüfung abhängig machen und eine Ermessensentscheidung treffen. Dieses Auswahlermessen wird in Vorsprechen von kompetenten Auswahl-Gremien korrekt ausgeübt. Auch die unterstellte Ungleichbehandlung von Absolventen privater und staatlicher Schauspielschulen ist nicht zu beanstanden, da auch ein großer Teil der Absolventen privater Schauspielschulen durch die ZAV betreut wird (SG Berlin S 80 AL 2017/11, Urteil vom 14.11.14, ist noch nicht rechtskräftig).