15. Ahrenshooper Jazzfest vereinte regionale Künstler und internationale Stars

vom: 14.07.2014

Vom 27. bis zum 29. Juni 2014 jährte sich zum 15. Mal das Ahrenshooper Jazzfest. Das ganze Wochenende spielten 24 Bands insgesamt 34 Konzerte über das gesamte Mecklenburgische Ostseebad verteilt. Regionale, nationale und internationale Musiker gaben sich dabei die Klinke in die Hand. Bei Auswahl und Engagement der Musiker hilft jedes Jahr die ZAV-Künstlervermittlung Rostock. Im Rahmen der Veranstaltung sprach Angela Bauer-Oberwalder von der ZAV-Künstlervermittlung mit Romy Dade von der Kurverwaltung Ahrenshoop.


v.l.n.r.: Angela Bauer-Oberwalder (ZAV), Till Brönner, Romy Dade (Kurverwaltung Ahrenshoop) © Kurverwaltung Ahrenshoop • Foto voigt&kranz UG, Prerow
ZAV: Seit wann gibt es das Ahrenshooper Jazzfest?
Romy Dade: Das 1. Ahrenshooper Jazzfest fand bereits 2000 statt und somit feierten wir dieses Jahr das 15. Jubiläum. An 23 Spielorten im gesamten Ostseebad gaben in diesem Jahr 24 unterschiedliche Bands insgesamt 34 Konzerte mit regionalen, nationalen und internationalen Musikern. Höhepunkt dabei war das Konzert mit dem Till Brönner Quintett am Samstagabend, aber auch das Abschiedskonzert am Sonntagnachmittag mit der 82-jährigen Jazzlegende Ruth Hohmann war ein ganz besonderes Ereignis. Das vielfältige Repertoire bot für jeden Musikgeschmack das Passende: New Orleans Jazz, Dixieland Jazz, Swing, Latin Jazz, Fusion und Mischungen mit Pop, Klassik, Soul, R´n´B, Boogie Woogie, Blues, Tango, Samba und Funk. Dazu wurde mit den Fingern geschnipst, mit den Füßen gewippt, mit dem Kopf genickt und auf der Terrasse getanzt. Man muss also kein eingefleischter Jazzfan sein, um sich von der faszinierenden Stimmung mitreißen zu lassen.

ZAV: Seit wann sind Sie als Veranstaltungsmanagerin für die Kurverwaltung Ahrenshoop tätig?
Romy Dade: Seit dem 1. Januar 2012 arbeite ich in der Kurverwaltung Ahrenshoop und am 1. Januar 2013 übernahm ich die Organisation der Veranstaltungen.


ZAV: Sie bekommen sehr viele Bewerbungen für das Ahrenshooper Jazzfest. Was sind Ihre Auswahlkriterien? Was ist Ihnen wichtig?
Romy Dade: Ich freue mich über das stetig wachsende Interesse der Musiker, denn es spricht für das Ahrenshooper Jazzfest. Bei der Auswahl lege ich unterschiedliche Kriterien zugrunde: Die Wünsche der teilnehmenden Veranstaltungshäuser, eine gute Mischung aus regionalen, nationalen und auch internationalen Musikern sowie ein breitgefächertes Programm mit unterschiedlichen Jazzstilen. Dabei spielten einige Bands das erste Mal beim Ahrenshooper Jazzfest, andere waren vor einigen Jahren schon einmal dabei und wiederum andere sind jedes Jahr dabei. Darüber hinaus füge ich gern einige spezielle Programmpunkte ein, wie z.B. eine Tanzveranstaltung, ein Jazzprogramm für Kinder oder ein Walkact, den in diesem Jahr die ZAV Rostock vermittelte. „The Jive Sharks are Walking“ begeisterten die Gäste mit witzigen Einlagen, großer Spielfreude und spontanen Sessions.


ZAV: Sie konnten für dieses Jahr Till Brönner als Stargast für das 15. Jubiläum des Ahrenshooper Jazzfest gewinnen. Wie ist Ihnen das gelungen und wie hat es Till Brönner beim Jazzfest in Ahrenshoop gefallen?
Romy Dade: Bereits im September 2013 fragte ich das erste Mal Till Brönner an. Ganz lange war nicht klar, in welche Richtung seine Arbeit schwerpunktmäßig in diesem Jahr gehen wird. Nachdem dann das Management wechselte, erhielt ich erst im Februar 2014 die Nachricht, dass er und seine Band für ein Konzert zur Verfügung stehen würde und im März stand es dann endlich fest. Es war also viel Geduld gefragt, die letztendlich belohnt wurde. Nicht wenige Gäste schwärmten in den höchsten Tönen und verließen den Platz mit einem freudigen Lächeln im Gesicht. Es war ein phantastisches Konzert mit Spitzenmusikern, denen es in Ahrenshoop so gut gefallen hat, dass sie gern wieder kommen möchten.

ZAV: Kurze Bilanz für das Ahrenshooper Jazzfest 2014.
Romy Dade: Zum 15. Ahrenshooper Jazzfest erhielt das gesamte Team der Kurverwaltung Ahrenshoop sehr viel positives Feedback, u.a. zum neuen Standort der Hauptbühne am Hafen, zur gesamten Organisation, zur Programmvielfalt und zur Bandauswahl. Die Restaurants und Cafés sowie das Zelt an der Hauptbühne waren sehr gut besucht. Die Karten für das Till Brönner Konzert waren sogar schon Vorfeld ausverkauft. Aber auch die weiteren Konzerte an der Hauptbühne mit dem Ahrenshooper Social Club, mit dem Jazz Collegium Berlin mit den Gästen Ricarda Ulm und Ruth Hohmann sowie mit den Jazz-Ladies in da house waren sehr gut besucht. An diesem vierten Wochenende im Juni liegt immer ein ganz besonderes Flair im Ostseebad Ahrenshoop, das Publikum und Musiker gleichermaßen begeistert. Es ist mit vielen kleinen Details ein Jazzfest der besonderen Art.


© Kurverwaltung Ahrenshoop • Foto voigt&kranz UG, Prerow
ZAV: Die Kurverwaltung arbeitet auch seit einigen Jahren mit der ZAV-Künstlervermittlung zusammen. Wie empfinden Sie diese Zusammenarbeit und was macht die Zusammenarbeit mit der ZAV für Sie als Veranstalterin aus?
Romy Dade: Die Zusammenarbeit mit der ZAV-Künstlervermittlung Rostock ist sehr angenehm. Meistens habe ich ganz genaue Vorstellungen und stelle gezielte Anfragen. Bisher wurden mir immer passende Künstler vermittelt, wie z.B. für das Wintervergnügen, für das Osterfeuer, für das Mittsommernachtsfest, für Konzerte und auch für das Jazzfest (The Jive Sharks, Fu:xx,…). Ich schätze dabei die Zuverlässigkeit, Professionalität sowie die Kompetenz der ZAV Rostock und deshalb empfehle ich sie auch gern weiter.