Stimmen, auf die es ankommt

vom: 16.06.2009

Mittlerweile hat es Tradition: das Nachwuchsvorsingen junger Opernsänger und Sängerinnen, organisiert von der ZAV-Künstlervermittlung. In diesem Jahr fand es am 5. Juni in der Leipziger Oper im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins statt. Zehn jungen Nachwuchssängern und -sängerinnen bot sich die Chance, ihr Können vor einem fachkundigen Auditorium aus Intendanten, Operndirektoren und Betriebsdirektoren zu präsentieren.
Die Veranstaltung hat sich seit 35 Jahren bewährt. Besonders begabte angehende Künstlerinnen und Künstler, die noch keinen solistischen Festvertrag unterschreiben konnten, stellen sich einem breiten Podium vor. Die fachkundigen Kolleginnen und Kollegen der ZAV-Künstlervermittlung wählten dafür im Vorfeld aus 80 Bewerbungen die zehn Finalisten aus. Vertreten waren die unterschiedlichen Stimmfächer von Sopran bis Bass.
Die jüngste Teilnehmerin feierte im Mai ihren vierundzwanzigsten Geburtstag, die älteste war 29. Die jungen Künstlerinnen und Künstler brachten Arien aus Oper und Operette von Mozart, Verdi, Léhar, Puccini, Händel und anderen Komponisten zu Gehör.
Die Förderung und Auswahl junger Nachwuchssänger erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Musikhochschulen. Auf der Suche nach der „besonderen Stimme“ waren die Vermittlerinnen und Vermittler der ZAV-Künstlervermittlung in dieser Spielzeit wieder an den Ausbildungsinstituten in Deutschland, Österreich und er Schweiz zu Gast. Auch hier findet sich eine Traditionslinie, denn einige der Professoren und Professorinnen waren am Anfang ihrer Karriere selbst Kandidaten eines solchen Nachwuchsvorsingens. Große Namen wie Nadja Michael, Franz-Josef Kapellmann, Doris Soffel oder Renee Fleming schmücken die Liste der ehemaligen Teilnehmer. Und für die heutigen Nachwuchstalente ist es eine Ehre, sich diesem Reigen anzuschließen.
Die Resonanz des Fachpublikums in Leipzig war überaus positiv. Erste Einladungen zu weiterem Vorsingen für konkrete Engagements wurden ausgesprochen. Damit zeichnet sich ab, dass die diesjährige Talenteschau an die Erfolge der vorigen Jahre anknüpfen kann.