Die ZAV-Künstlervermittlung auf dem Fernsehfestival in Wiesbaden (04.–07.03.09)
vom: 09.03.2009
Das FernsehKrimi-Festival in Wiesbaden fand bereits zum fünften Mal statt (4. bis 7. März ’09). Es wurden insgesamt zehn herausragende Krimis des vergangenen Jahres präsentiert, die aus über 50 Einsendungen ausgewählt wurden.
Die Nominierten überzeugten allesamt durch ihren dramaturgischen und stilistischen Anspruch und durch ein unkonventionelles, nuanciertes Spiel mit dem Genre. Die Wettbewerbsbeiträge bewiesen, dass im Bereich des Krimis interessante fiktionale Produktionen entstehen. In diesem Genre spiegeln sich wie in kaum einem zweiten aktuelle gesellschaftliche Veränderungen und Entwicklungen. Seine Geschichten sind immer auch ein seismographisches Portrait unserer Gesellschaft, ein Portrait, das oftmals schwer zu ertragen ist, weil es auffordert, unseren Moralkodex neu zu diskutieren.
Öffentliche Reaktionen auf einzelne Produktionen zeugten von der Spannung, Irritation und Verunsicherung der Zuschauerinnen und Zuschauer.
Der Fernsehkrimi-Preis ging an die ZDF-Produktion „Der Blinde Fleck“ mit Jan Gregor Kremp, Nina Petri, Henriette Schmidt, Hans-Uwe Bauer und Jakob Diehl.
Der Publikumspreis ging an den Tatort „Wolfsstunde“, eine Produktion des WDR, mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers in den Hauptrollen.
Der Preis für die beste Kamera ging an „Der tote Chinese“ des Hessischen Rundfunks.
Als beste Schauspielerin wurde Senta Berger für die gleichermaßen differenzierte wie ambivalente Darstellung der Carla Sagmeister in der Produktion des WDR „Schlaflos“ ausgezeichnet.
An fast allen Wettbewerbsbeiträgen war die ZAV-Künstlervermittlung vermittlerisch beteiligt.
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